Sitzungsbericht vom 03.12.2013

Deckblatt der Leitbildbroschüre

Gemeinde kann 40.000 € verteilen

Leitbild zur Gemeindeentwicklung vorgestellt

 

Jedes Jahr  kann der Gemeinderat in einer seiner letzten Sitzungen aufgrund der soliden wirtschaftlichen Haushaltslage den zahlreichen Zuschussanträgen der Vereine entsprechen. So auch am Dienstag dieser Woche in der öffentlichen Gemeinderatssitzung .

Die Jagdgenossenschaften im Gemeindebereich erhalten für die Wegeinstandsetzung 13.000 €.

Den Sportvereinen wird neben der Übernahme der Kanaleinleitungsgebühren und Pokalspenden ein betrag i.H.v.8.600 € gewährt für Pachtzahlungen, Übungsleiterzuwendungen und pauschale Jugendförderung.  Dazu erhalten die Sportvereine rund 13.000 für investive Maßnahmen, dabei erhält der SV Grafentraubach einen außerordentlichen Zuschuss für die Reparatur des Rasenmähers.

Auch die Pfarrbücherei Grafentraubach erhält wieder einen Förderbetrag i.H.v. 500 €, ebenso die MHD Ortsgruppen des MHD und des BRK. Die Filialkirche in  Weich hat eine neue Steueruhr erhalten, wofür die Gemeinde die Kosten mit knapp 2.000 € übernommen hat. Auch der Adventmarkt in Grafentraubach wird mit 500 € gefördert. Bürgermeister Eggl zeigte sich erfreut, dass die Finanzlage der Gemeinde es immer wieder zulässt, diese Förderungen zu gewähren, um die Vereine und die damit verbundene ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.

 

Gemeindeleitbild

 

Zum nächsten Tagesordnungspunkt konnte Bürgermeister Eggl das Moderatorenpaar Tanja  und Peter Kemper begrüßen, die zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern in den letzten 10 Monaten ein Gemeindeleitbild entworfen haben.  Beide fassten diese Aktion zusammen:

„Reden wir über unsere Gemeinde". Dieser Aufforderung konnten alle Gemeindebürgerinnen und Bürger im Laufe des Jahres 2013 nachkommen. Der Gemeinderat Laberweinting hat am 06.11.2012 beschlossen eine Gemeindeentwicklung anzustoßen. Mit der Moderation und Begleitung dieses Vorhabens wurde das Büro Kemper „Stadt-Land-Leben" beauftragt. Folgendes Vorgehen wählte man  aus: Das Gemeindegebiet wurde in fünf Teilbereiche aufgeteilt. In jedem dieser Teilbereiche gab es drei öffentliche Termine. Bei einem ersten Treffen wurden die Stärken, Schwächen, sowie Chancen und Risiken der einzelnen Teilbereiche bzw. Dörfer von den Teilnehmenden gesammelt und diskutiert. Die aus dieser Sammlung formulierten Ziele wurden in einer zweiten Runde nochmals von allen Anwesenden überprüft und z.T. überarbeitet. Mit welchen Maßnahmen erreicht man nun die gesteckten Ziele? Einige Maßnahmen konnten schon in den Diskussionen festgehalten werden, die meisten wiederum ergaben sich „vor Ort" beim dritten Termin: Bei Ortsbegehungen in allen Ortsteilen wurden im Juni und Juli entsprechende Maßnahmen besprochen. Es machte einen wesentlichen Unterschied, ob man theoretisch am Tisch z.B. über eine gefährliche Kreuzung diskutiert oder an Ort und Stelle gemeinsam überlegt, wie man die Gefahrenstelle entschärfen kann. Vier weitere Termine, sogenannte „Sonderpleni" sollten sicher stellen, dass auch wirklich alle Gemeindebürgerinnen und -Bürger gehört werden: Kinder, Jugendliche, Frauen und Senioren hatten in gesonderten Treffen die Möglichkeit ihre spezifischen Belange zu äußern . Aus dieser umfassenden Sammlung wurde  das Leitbild zusammengestellt. Dieses wurde vor Drucklegung noch einmal von Gemeindevertretern gegengelesen und besprochen. Der Aufbau des Leitbildes ist übersichtlich: Nach den Ergebnissen der Sonderpleni folgen jeweils die Zusammenstellung für die fünf Teilbereiche. Für jeden der fünf Teilbereiche wurden gemeinsam Ziele formuliert und zum Teil mit Maßnahmen versehen. Unter einer Themenüberschrift führen einleitende Sätze auf das Thema hin und beschreiben den Ist-Zustand. Die daran anschließende Zielformulierung gibt den gewünschten Zustand wieder. Das Ziel ist dabei so formuliert, als ob der erwünschte Zustand schon eingetreten wäre. Es folgen Maßnahmenkarten für jeden einzelnen Ort. Per Nummerierung lassen sich die einzelnen Maßnahmen genau nachvollziehen. Die Nummerierung stellt keine Rangfolge dar. Darüber hinaus sind noch Maßnahmen ohne Nummern aufgelistet, die sich nicht in der Karte darstellen lassen, die aber für den jeweiligen Ort als wichtig erachtet wurden. Die Rolle als Moderationsteam bei diesen vielen Treffen war, allen Beteiligten die Mitarbeit zu ermöglichen, die Bedürfnisse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen herauszuhören, festzuhalten und wieder von ihnen selber überprüfen zu lassen. Weiter war es deren Aufgabe alles zusammenzuführen und in eine verwertbare Form zu bringen. „Der Blick von außen" durch die Moderatorin und den Moderator ermöglichten außerdem neue Sichtweisen und das überdenken von Gewohntem. Das Ergebnis dieses monatelangen Prozesses liegt nun als Broschüre vor.

Die Broschüren werden nun zum Wochenende allen Haushalten in der Gemeinde zugestellt.

Mit einem Imbiss wurde diese Aktion zusammen mit den zahlreichen Besuchern bei dieser Sitzung noch gebührlich beendet, wobei man eigentlich erst am Anfang stehe, denn jetzt heißt es, mit der Umsetzung des Gemeindeleitbildes zu beginnen.

 

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