Sitzungsbericht vom 08.11.2011

Hier am Dorfanger in Haimelkofen kann der Bayerbacher Bach ausufern

Hundertprozentiger Hochwasserschutz nicht bezahlbar

Detaillösungen sollen aber Verbesserungen bringen -

Vereinbarungen für Geh-und Radwegbau -

 

Zur öffentlichen Gemeinderatssitzung am Dienstag dieser Woche waren vor allem auch Zuhörer aus dem Bereich der Bachorte gekommen, denn es ging bei dieser Sitzung auch um den geplanten Hochwasserschutz entlang des Bayerbacher Baches.

Der planende Ingenieur Herr Ammer stellte das überarbeitete Konzept vor, das aber nur wenig abwich von der Erstplanung, nur konnte jetzt das Ing.Büro auf wesentlich exaktere Daten des Landesvermessungsamtes zurückgreifen.

Zusammenfassend wurde dabei festgestellt, dass es machbare Lösungen  gibt, einen Schutz vor einem hundertjährigen Hochwasser aufzubauen, jedoch wird man sich hierbei in einem Kostenrahmen von ca. 8 Mill. € bewegen, was die Gemeindefinanzen nicht zu leisten imstande sind.

Nach einer einstündigen Beratung wird nun das Ing.Büro verschiedene Maßnahmen zur Verminderung der Hochwassergefahr ausarbeiten und das Ergebnis dem Gemeinderat vorstellen.

Favorisiert wird dabei als erste Maßnahme die Beseitigung von Hindernissen im Abflussbereich,

eine weitere Maßnahme könnte die Errichtung eines Dammbauwerkes vor dem Ort Haimelkofen sein. Der Gemeinderat war sich aber bewusst, dass der Hochwasserschutz nur schrittweise realisiert werden kann.

 

Zukunft Glasfaser

 

Die Gemeinde hat es in diesem Jahr erreicht, dass alle Haushalte im Gemeindebereich eine Mindestversorgung mit DSL 1000 haben können. Die Zusammenarbeit mit der Fa.amplus hat zudem bewirkt, dass sich auch die Telekom bewegt hat und seinen Kunden einen verbesserten Breitbandanschluss angeboten hat.

Als nächster Schritt ist nun der Aufbau eines Glasfasernetzes in der Gemeinde vorgesehen. Dabei sollen zunächst der Ort Laberweinting und anschließend die Bachorte mit einem neuen leitugnsnetz versorgt werden,. Vorgestellt wurde dazu  das Nanocut-Verfahren, bei dem auf aufwändige Grabungen verzichtet wird und die Glasfaserkabel in die Tragschichten der Asphaltdecken in Straßen und Gehwegen eingefräst werden.

Die Strategie der Gemeinde ist der Aufbau eines Glasfasernetzes, entweder in Zusammenarbeit mit einer Breitbandfirma oder als eigene Einrichtung, die an Breitbandfirmen vermietet wird.

Sobald das Konzept ausgearbeitet ist und die Ausschreibungsunterlagen erstellt sind, erfolgt die Veröffentlichung der Maßnahme im sogenannten Breitbandportal, um vielleicht schon im nächsten Jahr einen ersten zukunftsweisenden  Schritt  machen zu können, denn die bisherigen Lösungen können nur als Zwischenlösung  angesehen werden

 

Genehmigt wurde der Entwurf der Geh- und Radwegplanung für die Strecke Allkofen nach Inkofen. Der Geh- und Radweg wird in einer Breite von 2,50 m entlang der Kreisstraße geführt, abgetrennt durch ein ebenfalls 2,50 m breites Bankett. Genehmigt wurde auch die Vereinbarung mit dem Markt Schierling über den gemeinschaftlichen Ausbau, in der Regelungen insbesondere zu Kostentragung getroffen sind.

Genehmigt wurde auch die Planung für die Zufahrtsstraße zur Aumühle, die zusammen mit der Fa.Steimer umgesetzt werden soll. Wichtig dabei ist die gesicherte Abflussmöglichkeit von auftretendem Hochwasser.

In der Beratung wurden aber auch Bedenken geäußert, dass mit diesen Konzepten im Endeffekt die Gemeinde zur Durchführung dieser Maßnahmen gezwungen werden kann. Dies wird nicht nur für die Gemeinde einen Kostenaufwand bedeuten, sondern auch u.U. auch Einschränkungen für die Landwirtschaft bringen.

 

Bürgermeister Eggl konnte dem Gemeinderat auch mittteilen, dass der Bereich der ehemaligen Hausmülldeponie in Grafentraubach für die Machbarkeitsstudie des Bayerischen Umweltministerium ausgewählt wurde, um die Errichtung einer Photovoltaikanlage  zu untersuchen. Mit dieser Untersuchung kann sich aber kein Baurecht ableiten lassen, die Planungshoheit liegt nach wie vor bei der Gemeinde, stellt Bürgermeister Eggl dazu fest.

 

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