Sitzungsbericht vom 13.04.2015

 

Funktionsanbau schafft Möglichkeiten

Schulgebäude hat Raumkapazitäten - Kritik an Kosten/Nutzen-Verhältnis

 

Am Montag hatte Bürgermeister Johann Grau zu einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats geladen und den Beginn der Sitzung in die Grundschule verlegt. Besichtigt und erläutert wurde der fertiggestellte Funktionsanbau an die Turnhalle. Mit einem Cateringraum und einem großen Lagerraum schafft dieser Anbau nicht nur notwendigen Lagerraum, sondern bietet nun auch der Gemeinde und den Vereinen eine verbesserte Ausstattung für Veranstaltungen. Gerade der Neujahrsempfang im Januar hatte diese bereits gezeigt.

Besichtigt wurden auch das Lehrer- und Elternsprechzimmer, wofür der Gemeinderat zur Neumöblierung bereits die Mittel zur Verfügung gestellt hat. Bürgermeister Grau führte die Gemeinderatsmitglieder auch in den ehemaligen Physiksaal, der sich nicht nur für schulische Zwecke, sondern auch aufgrund seiner Podestausstattung für öffentliche kulturelle Veranstaltungen eignet. Von dort führte der Besichtigungsgang in das Untergeschoss mit den Räumen für die VHS, den Yoga-Raum und die Schulküche. Auch hier bestehen Möglichkeiten zur Umnutzung in einen Veranstaltungsbereich, der von Schule, Gemeinde und Vereinen gemeinsam genutzt werden kann.

Dies würde auch der Zielvorgabe entsprechen, die der Gemeinderat im November vergangenen Jahres mit der Anmeldung von verschiedenen Maßnahmen zur Dorferneuerung formuliert hat, nämlich den Ausbau der Schule zu einem Bürgerzentrum.

 

Öffentliche Bauten sind teuer

 

Gegen 20.30 Uhr wurde dann die Sitzung im Rathaussaal fortgesetzt. Die Mitglieder des Gemeinderats hatten eine vollständige Auflistung der veranschlagten und der tatsächlichen Kosten für den Anbau erhalten. Mit etwas mehr als 300.000 € wurde dieser Bau abgerechnet, was auch zur

wiederholten Kritik an der Notwendigkeit und den hohen Kosten dieses Funktionsbaus führte.

Bürgermeister Grau stellte aber fest, dass damit die Möglichkeit geschaffen ist Veranstaltungen im größeren Rahmen zu organisieren und jetzt liege es an der Gemeinde und an den Vereinen, die Möglichkeiten zu nutzen und die Halle mit Leben zu erfüllen. Dass öffentliche Bauten von den Kosten her nicht mit privaten Bauten zu vergleichen sind, ist ein Umstand, der auf vielerlei Vorschriften zurückzuführen sei.

 

Eine Verteuerung der Grundstückskosten für Bauwillige stellt auch die Forderung dar, auf den künftigen Wohngebietsflächen vor Beginn der Erschließungsarbeiten archäologische Untersuchungen durchführen zu müssen. Der Gemeinderat vergab hier die Aufträge an erfahrene Firmen, die sowohl die Grabungsarbeiten als auch die fachliche Untersuchung durchführen, wobei der Kostenaufwand für jedes Baugebiet mit rund 3.000 € zu beziffern ist. Teuer wird es allerdings, so der Bürgermeister, wenn etwas gefunden wird.

 

Für die Verbesserung der Maschinenausstattung des Bauhofs vergab der Gemeinderat den Auftrag für die Lieferung eines Schmalspurtraktors und eines Rasenmähertraktors mit Hochentleerung. Der bisher verwendete Knickschlepper wird verkauft, weil sich hier doch eine starke Reparaturanfälligkeit ergeben hat. Insgesamt umfasst der Auftrag eine Summe von knapp 60.000 €, der über die örtliche Landmaschinenwerkstatt abgewickelt wird.

 

In Zusammenhang mit der Hofplasterung beim Anwesen Zierer in Laberweinting wird die Gemeinde den Gehweg optisch durch einen sogenannten Einzeiler zum Hof hin abgrenzen und bis zum Zebrastreifen fortführen. Bei Bedarf sprach sich der Gemeinderat dafür aus, den Gehweg komplett neu zu asphaltieren.

 

Für Allkofen hatte der Gemeinderat bereits beschlossen, die 20-KV-Oberleitung abzubauen. Für den Standort der neuen Trafostation, von der aus auch das neue Wohngebiet versorgt werden wird, stimmte der Gemeinderat der Bestellung einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit für die Bayernwerk AG zu. Die Trafostation wird im Einfahrtbereich zum Wohngebiet Schuhberg errichtet.

 

Keine Fotovoltaikanlage

 

Mehrheitlich sprach sich der Gemeinderat gegen die Errichtung einer Fotovoltaikanlage entlang der Bahnlinie von Laberweinting nach Mallersdorf aus. Hauptgrund für die Ablehnung waren hier die in der Vergangenheit durch Bürgerinitiativen verhinderten Anlagen, denen sich der Gemeinderat in seinen Entscheidungen jeweils fügte.

Der Gemeinderat beschloss deshalb auch mehrheitlich den vorliegenden Antrag aus politischen Gründen abzulehnen.

 

Zum Schluss der Sitzung berichtete Bürgermeister Grau über eine anstehende Änderung beim künftigen Winterdienst, weil die Fa.Klebensberger den Vertrag gekündigt hat; über die vollzogene Bachräumung in Hofkirchen, den Integrationsabend mit den Asylanten und den Besuch des Bundestagsabgeordneten Liebing, ehe die Sitzung mit einem nichtöffentlichen Teil fortgesetzt wurde.

 

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