Sitzungsbericht vom 22.10.2013

Hier in Allkofen kann das neue Dorfgebiet entstehen

Allkofen bekommt ein neues Baugebiet

„aufm Zainer" heißt die geplante Dorferweiterung - viele Baumaßnahmen im Gemeindebereich

 

Zu einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats  hatte Bürgermeister Eggl am Dienstag dieser Woche in den Rathaussaal geladen.

Zum ersten Tagesordnungspunkt - der Vorstellung des Umsetzungskonzepts für sogenannte hydromorphologische  Maßnahmen an den Zuflussgewässern zur Kleinen Laber konnte er Herrn Landschaftsarchitekten Robert Schötz begrüßen, der dieses Konzept vorstellte.

Grundlage für das Umsetzungskonzept ist die europäische Wasserrahmenrichtlinie. Diese fordert für die Gewässer, welche aufgrund struktureller Defizite den sogenannten „guten ökologischen Zustand" nicht erreichen, hydromorphologische Verbesserungen.

Unter der Federführung der Gemeinde Hohenthann haben sich insgesamt 10 Gemeinden dem Projekt angeschlossen.

Dies sind aus dem Landkreis Landshut Bayerbach, Ergoldsbach, Hohenthann, Neufahrn. Pfeffenhausen, Rottenburg und Weihmichl und aus dem Landkreis Straubing-Bogen Geiselhöring, Laberweinting und Mallersdorf-Pfaffenberg.

In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Landshut wurden im Frühjahr/Sommer 2013 die Kartierung und die Geländeaufnahme entlang der einzelnen Fließgewässer vorgenommen.

Am Mittwoch 13.11.2013 wird abends um 19.00 Uhr im Gasthaus Roßmeier dieses Konzept der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Zahlreiche Maßnahmen hatte der Umwelt- und Bauausschuss dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vorgeschlagen. So sollen im nächsten Jahr die Wege im gemeindlichen Friedhof in Laberweinting saniert werden. Der Stufenweg in Eitting zur Kirche hinauf wird beidseits eine neuen sicheren Handlauf bekommen.  In Allkofen soll zusammen mit der Polizei und dem Tiefbauamt geprüft werden, ob eine Gehwegmarkierung sinnvoll ist, und die Schadstelle in Allkofen an der Gemeindeverbindungsstraße nach Upfkofen wird im kommenden Jahr im Zuge allgemeiner Sanierungsarbeiten ausgebessert. Für eine Uferbefestigung des Röhrnbaches in Untergraßlfing sieht der Gemeinderat keine Notwendigkeit. Auch für die sofortige Gehwegasphaltierung beim Anwesen Vogel in der Pfingstweide Grafentraubach, sieht der Gemeinderat keinen Handlungsbedarf in diesem Jahr.

Saniert werden soll im nächsten Jahr auch die Ortsstraße in Grafentraubach entlang  des Baches, weil dort starke Fahrbahnschäden und Absenkungen aufgetreten sind. Auch die Straßenlampen sollen wieder gerade gestellt werden. Auch die Sanierung bzw. den Neubau der Brücke bei Kammermayer in Osterham wurde ins Auge gefasst. Mit dem Wasserwirtschaftsamt soll zunächst die Maßnahme besprochen werden. In Franken ist es notwendig den Feldweg  oberhalb des Anwesens Kirschner zu befestigen, um die Abschwemmungen bei Starkregen zu verhindern.

 

Erweitertes Dorfgebiet

 

In Allkofen deutet alles darauf hin, dass in erster Linie für die junge Bevölkerung Bauland zur Verfügung gestellt werden kann. Drei Varianten für die Ausweisung von Bauland wurden vorgestellt, die alle zehn Bauparzellen aufweisen. Berücksichtigt ist dabei aber auch die Abstandszone von rund 100 m zum landwirtschaftlichen Betrieb Lichtinger.  Eine endgültige Fassung wird es aber erst nach dem sogenannten frühzeitigen Beteiligungsverfahren geben, wenn alle Betroffenen ihre Stellungnahme abgegeben haben. Die Parzellen werden Größen von ca. 800 qm haben und insgesamt bildet die Ausweisung dieses Baugebiets eine harmonische bauliche Abrundung in diesem Dorfbereich und es ermöglicht den Jungen in Ihrer Heimat bleiben zu können. Angesprochen wurde auch die Einbeziehung des sogenannten Kreppenweges als Erschließungsstraße. Hier wird mit den betroffenen Anliegern noch gesprochen.

Die Bezeichnung des Bebauungsplans „aufm Zainer" kommt von einer alten Flurbezeichnung für dieses Gebiet, welches auf einer alten Flurkarte aus dem Jahr 1895 festgehalten ist.

Der Gemeinderat beschloss einen Bebauungsplan aufzustellen und das Planverfahren durchzuführen.

 

Bürgermeister Eggl teilte die abschließenden Sitzungstermine bis zum Ende des Jahres mit, berichtete über den Sachstand bei der Interkommunalen Zusammenarbeit und den Stand bei der Breitbandversorgung. Bei Letzterem habe man bereits eine großen Teil der Verfahrensschritte , die zur Erlangung der Fördermittel des Freistaats notwendig sind, abgearbeitet.  Im Ort Laberweinting  wartet die Fa.amplus auf die Genehmigung der Deutschen Bahn, auf deren Grundstück Kabel verlegen zu dürfen, um dann den eigenen Verteilerschrank installieren zu können.

Angesprochen auf eine Grüngutsammelstelle teilte die Verwaltung mit, dass man mit der Fa.Schlagmann in Kontakt getreten ist, auf dem Ziegeleigelände in Grafentraubach  ggfs. eine solche einrichten zu dürfen, wobei angemerkt wurde, dass die Kritik am Sammelbehälter in Laberweinting ausschließlich von Bürgern aus dem Ort Laberweinting vorgebracht wurde, weil es dort älteren Mitbürgern, insbesondere Frauen, durch die Treppen mühsam erschwert wird über die Treppen das Grüngut zu entsorgen.

Die nächste Gemeinderatssitzung ist am 19.November 2013.

 

 

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