Sitzungsbericht vom 25.09.2014

 

Gemeinderat reduziert Bauvorschriften

Festsetzungen in Bebauungsplänen werden vereinfacht – Neuer Bebauungsplan in Grafentraubach – Wärmebildkamera für Feuerwehr Laberweinting

 

Am Montag dieser Woche hatte Bürgermeister Johann Grau zu einer öffentlichen Sitzung in den Rathaussaal geladen er konnte dazu auch Besucher im vollbesetzten Zuhörerbereich begrüßen.

Nachdem kaum mehr ein Bauvorhaben den Festsetzungen der Bebauungspläne entspricht und mit regelmäßigen Befreiungen von Festsetzungen gearbeitet werden muss, will der Gemeinderat bei den anstehenden neuen Bebauungsplänen mit reduzierten Bauvorschriften den Wünschen der Bauherren Rechnung tragen. Großzügige Wandhöhen bis 6,30 m und Firsthöhen bis 9 m, sowie frei wählbare Dachformen, Dachneigungen und Dachgauben lassen eine große Gestaltungsfreiheit zu. Auch bei der Einzäunung der Grundstücke ist künftig alles denkbar, nur straßenseitig wird die Höhenbegrenzung 1,20 m betragen. Beibehalten wurde aus ökologischen und gestalterischen Gründen die Unzulässigkeit durchlaufender Betonsockel. Angestrebt wird eine vollständige Regenwasserversickerung auf den Grundstücken. Die Festsetzungen zur Grünordnung werden als Hinweise und Empfehlungen formuliert. Eine endgültige Festlegung von Baumstandorten im Straßenbereich wird zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, denn gerade die radikalen Baumzuschnittaktionen von einzelnen Anwohnern in verschiedenen Wohngebieten zeigen, dass diese Bäume nicht überall auf Gegenliebe stoßen.

Übernommen werden diese Festsetzungen nun auch in dem weiteren Bebauungsplan „An der ehemaligen Ziegelei“ in Grafentraubach. Dazu beschloss der Gemeinderat auch die Aufstellung des Bebauungsplans, der Teilbereiche als Dorfgebiet und als allgemeines Wohngebiet vorsieht. Zehn Bauparzellen sollen dort entstehen, wobei auch das ganze Gaststättengrundstück abgerissen werden wird.

 

Oberleitung wird abgebaut

 

In Allkofen wird die 20-KV-Oberleitung, die derzeit auch das künftige Baugebiet berührt, abgebaut und unterirdisch durch den Ort geführt. Als Kostenbeitrag für die Maßnahme der Bayernwerk AG bewilligte der Gemeinderat 45.000 €.

 

Kritisch betrachtet wurden im Gemeinderat die Vorlagen der Verwaltung für die Anschaffung einer neuen Telefonanlage für das Rathaus (Kosten ca. 6.000 €) und die Serverumstellung für die gemeindliche Datenverarbeitung (Kosten ca. 27.000 €). Zum einen erschienen die Preise zu hoch, zum anderen wurde die Ausstattung als nicht unbedingt zweckmäßig angesehen. Schließlich übertrug der Gemeinderat dem Mitglied Richard Hierlmeier die Aufgabe, die Angebote zu prüfen und bis zur nächsten Sitzung eine beschlussfähige Alternative vorzulegen.

 

Hochwasserberechnung Grafentraubach

 

Auslöser für die vom Bürgermeister vorgeschlagene Hochwasserberechnung des Grafentraubaches im Innerortsbereich war die vorgesehene Bebauung eines freien Grundstücks. Grau betonte, dass diese Berechnung aber für den gesamten Ortsbereich wichtig sein kann, wenn es z.B. auch um Ersatz- oder ergänzende Baumaßnahmen im Einzugsbereich des Bachlaufes geht. Das Ing.Büro Ammer wurde beauftragt, diese Hochwasserberechnung durchzuführen. Rund 5.000 € müssen dafür aufgewendet werden.

 

Mit einem Volumen von 10.000 € werden die restlichen Fenster im Bauhof und Feuerwehrgebäude in Laberweinting erneuert. Nachdem kein örtliches Unternehmen sich an der Ausschreibung beteiligt hat, wurde der Auftrag an die Schreinerei Schlemmer, Mengkofen erteilt.

 

Um einem Bauwerber in Eitting die Möglichkeit der Errichtung eines Familienheims zu geben wurde die Verlängerung des Schmutzwasserkanals in Auftrag gegeben, die Auftragssumme betrug hier 20.000 €

 

Wärmebildkamera für FF

 

Die Feuerwehr Laberweinting wird eine Wärmebildkamera erhalten. 6.000 € bewilligte der Gemeinderat für diese Anschaffung, wobei die im Angebot enthaltenen Totmannmelder an die FF Grafentraubach abgegeben werden können, wenn diese das neue Fahrzeug mit Atemschutz erhalten.

6.000 € kostet diese Wärmebildkamera, die wichtiges Instrument beim Personenschutz im Brandfall bietet.

 

Befürwortet wurde die Bauvoranfrage eines Landwirts aus Weichs, der im Außenbereich einen Schweinemaststall errichten will. Grundtenor bei der Beratung war dabei, dass Landwirten auf jeden Fall Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden müssen und die Lage des künftigen Stalles so weit vom Ort entfernt ist, dass keine oder nur geringe Störungen auftreten können.

 

Nach wie vor aufrecht erhalten wurde die Stellungnahme zu einem Baugesuch einer bereits erstellten baulichen Anlage und Grundstücksgestaltung in Habelsbach. Hier verweigert der Gemeinderat nach wie vor seine Zustimmung wegen der erheblichen Beeinträchtigung der natürlichen Eigenart der Landschaft.

 

Bürgermeister Grau informierte den Gemeinderat auch über die Gehwegsanierung im Bereich „Untere Au“ in Laberweinting. Diese wird erst im nächsten Jahr durchgeführt, weil die Baufirma für dieses Jahr voll ausgelastet ist.

Die Gemeinde trägt im Rahmen der Seniorenbetreuung die Kosten für die Fahrkosten der Demenzgruppe der Caritas Laberweinting.

Die Breitbandarbeiten laufen planmäßig. Die Tiefbauarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, die neuen Verteilerkästen sind bereits installiert und nun folgt als nächster Arbeitsschritt das Einführen der Glasfaserkabel in die Leerrohre.

Die nächste Sitzung des Gemeinderats ist am 06.10.2014.

 

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