Spatenstich für Breitbandversorgung

Strahlende gesichter beim Spatenstich

Spatenstich für hochratige Breitbandversorgung

 

Am vergangenen Freitag war es so weit. Der Startschuss bzw. Spatenstich für die zukunftsorientierte Breitbandversorgung der Gemeinde Laberweinting erfolgte und alle Beteiligten waren sich einig, dass dies nach Wasser- und Abwasserversorgung und neben der Verkehrsinfrastruktur für die Gemeinde ein weiteres Mammutprojekt sein wird, das der Gemeinde und ihren ansässigen Firmen und Privatnutzern den Anschluss an die Dateninformationswege ermöglichen wird.

Gekommen waren am Freitag neben Bürgermeister Johann Grau und seinen beiden Bürgermeistervertretern auch Landrat Josef Laumer und Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier, der Vorstandsvorsitzende der amplus AG Christof Englmeier und die Vertreter der beteiligten Firmen, denen die Bauausführung obliegt.

 

Bürgermeister Johann Grau begrüßte alle Anwesenden und führte aus, dass ein langer mühevoller Verwaltungsweg bei der Bewältigung der unzähligen Verfahrensschritte hinter dem heutigen Tag liege.

Bewusst habe sich die Gemeinde aus dem Landkreisverfahren ausgeklinkt, weil man im Verfahren bereits weit fortgeschritten war.

Die Gemeinde musste aber auch feststellen, dass für dieses Programm bei der Regierung nicht die erforderlichen Verwaltungsstellen geschaffen waren und erst der massive Protest der Verwaltung habe dazu geführt, dass die Stellenbesetzung korrigiert worden ist. Vielleicht , so Bürgermeister Grau, hätte man besser einige Stellen des Breitbandzentrums Amberg bei den Regierungen ausweisen sollen.

Rund 1,3 Mill. € sind als Wirtschaftlichkeitslücke von der Gemeinde zu stemmen.

Man sei gespannt, wie das Bayerische Förderprogramm in Brüssel bewertet wird und mit welcher Zuschusssumme man letztlich rechnen könne.

 

Gemeinden auf sich selbst gestellt

 

Grau stellte aber auch ungeachtet der Förderung fest, dass es sich um eine eklatante Benachteiligung der Landgemeinden handelt, den Ausbau des Breitbandnetzes selbst organisieren und weitgehend zu finanzieren zu müssen.

Die Trassenbegehung habe man bereits vorgenommen, rund 30 km Kabel werden dabei verlegt.

Grau dankte Herrn Schollerer von der Breitbandnetwork/Traitsching, der die Gemeinde sicher durch den Verfahrens-Dschungel geführt hat.

Ebenso dankte er Herrn Englmaier von der CCNST, der dafür sorgt, dass Laberweinting bald über eine leistungsfähiges Breitbandnetz verfügt und der mit der eigenwirtschaftlichen Versorgung des Ortes Laberweinting durch die CCNST einen wesentlichen Beitrag für die Kostenbelastung der Gemeinde leistet.

Im Voraus dankte er Landrat Josef Laumer, der dafür sorgen wird, dass die Gemeinde den gleichen Förderbetrag erhalten wird , den die anderen Gemeinden für die Gesamtplanung durch den Landkreis erhalten.

Selbstverständlich gebührte der Dank auch Josef Zellmeier, der sich nach der Kritik der Gemeinde am Bearbeitungsverfahren sofort um eine Besserung der Stellensituation bei der Regierung sorgte.

 

Landrat sichert Förderung zu

 

Landrat Laumer zeigte sich erfreut, dass sich mit dieser ersten Maßnahme im Landkreis etwas konkret bewegt und er sicherte der Gemeinde die erbetene Förderung zu, dabei stellte er heraus, dass es im Landkreis neben der Gemeinde Laberweinting noch weitere Gemeinden gibt, die erschließungstechnisch ähnlich aufwändig zu versorgen sind. Josef Zellmeier MdL zeigte sich sicher, dass das Bayerische Förderprogramm auch die Brüsseller Hürde nehmen wird und die Gemeinde dadurch bei der Finanzierung der Wirtschaftlichkeitslücke erheblich entlastet werden wird.

Die bauausführenden Firmen gaben einen kurzen Überblick über die Verlegetechnik, die im Grabungs- und Pflugverfahren erfolgen wird. Schon in dieser Woche soll mit zwei Bautrupps begonnen werden, zu denen dann noch weiterer hinzugezogen wird. Die bauausführende Firma Nibler mit dem bauüberwachenden Ing.Büro Wieser rechnen mit einer Bauzeit von etwa drei Monaten, wobei 30 km Kabellänge kein Alltagsgeschäft sei.

Christof Englmeier von der CCNST als Vertragspartner der Gemeinde schließlich zeigte sich erfreut, dass auch jetzt wieder eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Gemeinde zustande gekommen ist. Er erläuterte die Technik, die hier eingebaut werden wird und dass diese nicht nur auf dem neuesten Stand sei, sondern auch auf künftige Neuerungen ausgerichtet ist. Das Gesamtvolumen der Maßnahme wird deutlich mehr als 2 Mill.€ betragen. Er bedauerte, dass die deutsche Bahn keine Genehmigung erteilt habe für den direkten Anschluss an die entlang der Schienen verlaufende Glasfaserleitung, so müsse nun die Leitung von Niederlindhart her geführt werden. Den Ort Laberweinting wird das Unternehmen eigenwirtschaftlich versorgen und dafür wurde bereits der Verteilerschrank beim Rathaus installiert.

Bei reibungslosem Verlauf soll zum Ende des 3.Quartals in diesem Jahr das Netz in Betrieb genommen werden. Englmeier bedankte sich ausdrücklich beim Bürgermeister und seiner Verwaltung für die hervorragende Zusammenarbeit ehe er zusammen mit Bürgermeister Grau den Kooperationsvertrag unterzeichnete.

 

Örtliche Ansprechpartner für den Vertrieb werden neben Elmar Hildbrandt von der amplus AG und insbesondere Richard Stadler (Tel.08772 915808) sein. Auch die Rathausverwaltung steht für alle Fragen und Auskünfte zur Verfügung.

 

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