Sitzungsbericht vom 01.Februar 2016

Hier wird zu schnell in den Ort eingefahren

 

Renaturierungsmaßnahme schafft Dorfidylle

Hochwasserschutz in Haimelkofen bringt gleichzeitig Ortsbildverbesserung

 

Zur Gemeinderatssitzung am Montagabend dieser Woche waren auch zahlreiche Besucher gekommen, in erster Linie wohl um das Gewässerentwicklungskonzept für den Bayerbacher Bach durch den Ort Haimelkofen zu erfahren.

Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat bereits grünes Licht gegeben für die Planung der Renaturierungsmaßnahmen im Ortsbereich Haimelkofen.

Frau Mc Laughlin vom Büro „LandSchafftRaum“ stellte nun dem Gemeinderat das Konzept detailliert vor. Als Ziele sind vorgegeben die Stärkung des natürlichen Rückhalts, die Verbesserung des ökologischen Zustandes, die Zugänglichkeit und Erlebbarkeit des Gewässers. Erreicht werden kann dies durch Uferabflachungen, durch Bachlaufverlängerungen, Einbau von Rückhaltemulden, Bepflanzungen zur Sicherung der Ufer, durch Kiesanschüttungen und Gewässerzugänge.

Eisfläche soll entstehen

So soll es bei geringem Wasserstand auch möglich sein, den Bach durchwaten zu können, Sitzquader können die Möglichkeit bieten, am Bachufer zu rasten. Einen Schwerpunkt wird der Bereich des Dorfangers bilden. Auch hier soll eine flache Böschung zum Gewässer hin ausgebildet und eine Rückhaltemulde als Eisfläche geschaffen werden.

Eine Vielzahl von Maßnahmen wird hier in Haimelkofen eine besondere dorfgerechte Gestaltung erreichen und gleichzeitig, so die Referentin, einen kleinen Beitrag zur Hochwassersicherheit leisten.

Die Gesamtkosten der Maßnahme werden 70.000 € betragen, wobei eine Förderung von 75 % zu erwarten ist, so dass die Gemeinde letztlich mit 18.000 € belastet sein wird.

Die Durchführung ist für Mitte des Jahres vorgesehen. Der Gemeinderat beschloss der Genehmigungsplanung zur Renaturierung des Bayerbacher Baches in Haimelkofen zuzustimmen, und beauftragte das Ing. Büro „LandSchafftRaum“, Oberviehbach, mit den Ingenieurleistungen zur Ausschreibung und Durchführung der Maßnahme.

Neue Feuerwehrstiefel

Mit einem Aufwand von 4.000 € wurde der Auftrag für die Lieferung neuer Feuerwehrstiefel für die Feuerwehren Hofkirchen, Grafentraubach und Laberweinting vergeben, wobei für die Atemschutzträger eine höherwertiges Produkt gewählt wurde.

Bei Bauantragsangelegenheiten stimmte der Gemeinde der Befreiung von textlichen Festsetzungen zur Errichtung eines Geräteschuppens mit Überdachung der Flachdachgaragen in der Riedstraße zu und behielt mehrheitlich die ablehnende Haltung gegenüber den Baumaßnahmen beim Asylantenheim in der Bahnhofstraße.

Welche Maßnahme ist sinnvoll?

Seit langem wird die Verkehrssicherheit bei der Einfahrt in den Ort Laberweinting aus Richtung Ödwiesen diskutiert. In einer Unterschriftenaktion wurden von der Gemeinde Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge gefordert.

Verschiedene bauliche Varianten werden aufgezeigt, wie Fahrbahnteiler und Fahrbahnverengungen.

Über den Zweck und die Wirkung von Straßenverengungen, Fahrbahnteilern und Fahrbahnwölbungen wurde ausgiebig beraten, wobei bei allen Maßnahmen auch Zweifel über die Wirksamkeit angemeldet wurden.

Der Gemeinderat beschloss zum jetzigen Zeitpunkt keine baulichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung am Ortseingang Ödwieser Weg durchzuführen. Im Rahmen der kommunalen Verkehrsüberwachung (ILE Laber) sollen dort aber in Kürze Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.

Infolge der Aufnahme von Asylanten ist die Einwohnerzahl der Gemeinde auf knapp 3.400 Einwohner gestiegen, berichtete Bürgermeister Johann Grau

Für den Bereich der Bachorte kündigte Bürgermeister Grau eine Informationsveranstaltung zu den Festsetzungen der Überschwemmungsbereiche an, weil hier die Anwesenbesitzer mit Sicherungsmaßnahmen konfrontiert werden müssen, gerade was z.B. Heizöltanks oder Dieseltanks betrifft.

Ein nichtöffentlicher Teil schloss sich an und die nächste Sitzung des Gemeinderats ist am 15.02.2016.

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