Sitzungsbericht vom 03.07.2017

Entwurf für die neue Straße

Umfangreiche Straßenbaumaßnahmen stehen an

Sanierung der Haaderer Straße und des Haaderer Berges – Ausbau der Ortsdurchfahrt Hofkirchen

 

Bürgermeister Johann Grau hatte am Montagabend dieser Woche zu einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats in den Rathaussaal geladen und er konnte dazu auch einige Zuhörer begrüßen.

Eingangs wurde auch darauf hingewiesen, dass das neue Rathaus vor 20 Jahren seinen Betrieb aufgenommen hat.

 

Bodenuntersuchung notwendig

 

 

Zum ersten Tagesordnungspunkt erläuterte Jng.Hubert Karl dem Gemeinderat die Notwendigkeit der Sanierung der Haaderer Straße im Ortsbereich Laberweinting, des Haaderer Berges und der Ortsstraße in Haader in Richtung Hadersbach. Nach seiner Feststellung mache es keinen Sinn, nur eine Deckenerneuerung zu machen, weil die ganzen sogenannten Einspannungen ebenfalls schadhaft und vom Streusalz  im Laufe der Zeit aufgelöst worden sind. Hubert Karl stellt auch die verschiedenen Stufen einer Sanierung vor, von der einfachen Deckenerneuerung über den Ausbau der Einspannungen mit Einbau von Granitborden bis zur kompletten Erneuerung mit dem Unterbau. Die Kosten werden sich bei einer nachhaltigen Sanierung auf rund eine halbe Million € belaufen.

Notwendig ist aber zunächst eine gründliche Bodenuntersuchung, erst dann kann beurteilt werden welche Maßnahmen sinnvoll sein werden.

Der Gemeinderat beauftragte deshalb auch das Ing.Büro, die Bodenuntersuchungen zu veranlassen.

 

Erhöhung der Verkehrssicherheit

 

In einer mehr als einstündigen Beratung über die technische Ausführung des 2.Bauabschnitts der Ortsdurchfahrt von Osterham nach Hofkirchen stellte der Tiefbauamtsleiter des Landkreises Herr Fischer klar, dass die künftige Straßenbreite 6,50 m betragen wird, also je Fahrbahn 3,25 m. Dies sei ausreichend auch für den schweren Verkehr. Die Einfahrt von Neuhofen her wird rechtwinklig angeordnet und die Straße wird zum Lagerhaus der Raiffeisen eine Abbiegespur bekommen. Herr Scheugenpflug vom Ing.Büro Ferstl stellte anschließend die technische Planung der Straße vor, die der Gemeinde die Möglichkeit lässt, den verbleibenden Raum mit einer landschaftspflegerischen Begleitplanung zu gestalten. Die Bushaltestelle mit Einfahrbucht wird auf Höhe der ersten Anwesen von Hofkirchen verlegt werden. Nachdem es eine gemeinsame Maßnahme des Landkreises und der Gemeinde ist, wird die Gemeinde diese Randgestaltung mit Gehwegneubau tragen. Auch ein eventuell notwendig werdender Neubau des Regenwasserkanals fällt überwiegend in den Bereich der Gemeinde. Vorgetragenen Bedenken, dass die Straße zu eng werden wird entgegnete Herr Fischer, dass dies Standard beim Kreisstraßenbau sei und ausreichend ist.

Knapp 700.000 € wird diese Maßnahme kosten, hinzu  kommen die Kosten für die Kanalsanierung, die mit 170.000 € angesetzt sind.

Mit drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat die Zustimmung zu dieser Planung.

 

Verbesserung des Ortsbildes

 

Dipl.Ing.Eska stellte anschließend den Entwurf einer grünordnerischen Gestaltung der Randbereiche der Straße vor. Sie beinhaltet nach dem Vorbild der Gestaltung zwischen Weichs und Osterham  Baumreihen entlang der Straße, eine Grünfläche zur Abtrennung des Gehwegs von der Straße im Ortsbereich und eine großzügige Bepflanzung der frei werdenden Flächen bei der Straßeneinmündung Osterham. Auch an die Freilegung der Grabenverrohrung als Fließgewässer könne gedacht werden. In Wortmeldungen wurden einerseits die Maßnahmen im Sinne einer deutlichen Ortsbildverbesserung  begrüßt, andererseits aber auch befürchtet, dass dadurch auch der Straßenraum noch enger werden wird und künftiger Laubfall die Anwohner beeinträchtigt.

In die Diskussion wurde auch die Errichtung eines Geh- und Radweges eingebracht.

Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat die vorgestellte landschaftspflegerische Begleitplanung in Grundzügen in die Ausführungsplanung aufzunehmen.

 

Die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich der alten Brauerei stößt vor allem wegen naturschutzrechtlicher Forderungen auf große Schwierigkeiten, deren Lösung derzeit noch nicht in Sicht ist.

Die großen Öltanks in der Schule werden aus Sicherheitsgründen entsorgt und anschließend kann über die Nutzung der neu entstandenen Räumlichkeit nachgedacht werden.

 

Verbrennen nicht mehr erlaubt

 

Aufgehoben wird die Verordnung, mit der es bisher möglich war, zu bestimmten Zeiten im Jahr holzige Gartenabfälle zu verbrennen. Dies lässt die neue Pflanzenabfallverordnung des Umweltministeriums nicht mehr zu.

Bürgermeister Grau informierte den Gemeinderat über den Wechsel in der Leitung des Kindergartens des Klosters Mallersdorf, das erfolgreiche Gastspiel des Kulturmobils, die Verlegung der Wertstoffcontainer in Grafentraubach abgeschlossene Straßensanierungsmaßnahmen in Grafentraubach, Allkofen und Obergraßlfing.

Gemeinderat Meindl kritisierte in schroffer Weise die Berichterstattung der Gemeinde über die Ergebnisse des Kurzpumpversuches an der Altdeponie Grafentraubach, weil darin die Landwirtschaft verunglimpft wird. Dem wird entgegengehalten, dass es die Pflicht der Gemeinde gewesen sei, die Bürger aus Grafentraubach über diese Ergebnisse zu informieren und lediglich Feststellungen des Untersuchungsberichts veröffentlicht wurden.

Die nächste Sitzung des Gemeinderats kündigte Bürgermeister Grau für den 17.Juli 2017 an.

 

 

Bild: So könnte die neue Straße zwischen Osterham und Hofkirchen aussehen

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