Sitzungsbericht vom 05.12.2016

Bürgermeister und Baggerführer bei Abschluss der Arbeiten

Einvernehmen zu Reitstall erteilt

Reitstall als privilegiertes Bauvorhaben – 65.000 € Zuschüsse vergeben

Traditionsgemäß ist die erste Sitzung im Dezember eines Jahres immer die, bei der die Zuschüsse an Kirchen, Vereine und Verbände vergeben werden, so auch am Montagabend  dieser Woche. Der Gemeinderat war vollzählig erschienen und zahlreiche Besucher nahem im Zuhörerbereich Platz.

Rund 65.000 € konnte der Gemeinderat aufgrund einer soliden Haushaltslage an Kirchen, Vereine und Verbände als Zuschüsse gewähren. 23.000 € gingen an die Kirchenverwaltung Grafentraubach für die Sanierung der Pfarrkirche. Für die kommenden Haushaltsjahre haben die Kirchen bereits umfangeiche Maßnahmen angemeldet mit einem Kostenrahmen von bis zu 4 Mill €. Die Jagdgenossenschaften erhalten für den Feld-und Waldwegeunterhalt 13.000 €. Die Zuschüsse an die Sportvereine für Pachten, Übungsleiterzuwendungen etc. belaufen sich auf mehr als 13.000 €, für investive Maßnahmen wie z.B. Sportgeräte du Tore wurden knapp 9.000 € bewilligt. Die Pfarrbücherei Grafentraubach  wird mit 2.000 € gefördert und der Malteser Hilfsdienst erhält mit 1.500 € die Restfinanzierung für den Digitalfunkeinbau. Bürgermeister Grau unterstrich, dass die Gemeinde damit wieder einen bedeutenden Beitrag für die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen und für den Denkmalschutz leistet.

Sanierung der Haaderer Straße

Der Umwelt- und Bauausschuss empfahl dem Gemeinderat mehrere Maßnahmen. So sollen die Kosten für die Sanierung des Treppenaufgangs in Eitting ermittelt werden. Bei den  riesigen Kellertanks im Schulgebäude soll eine Alternativnutzung z.B. für Heißwasser untersucht werden, ebenfalls soll der Einbau einer Wasseraufbereitungsanlage geprüft werden.  Die Küche im Lehrerzimmer bedarf einer Erneuerung und die  Alternativen für den  Einbau eines Bürgersaals in die Schule werden untersucht. Die Haaderer Straße ist sanierungsbedürftig, ebenso die Ortsstraße in Haader in Richtung Franken. Für beide Streckenabschnitte ist eine Erneuerung vorgesehen. Aufgrund eines Unfalls an der Auffahrt zur Kirche in Hofkirchen ist hier an eine Absturzsicherung gedacht. Nicht befürwortet wurde die Anbringung eines Verkehrsspiegels in Asbach aus Neuhofen kommend und die Beschilderung der Ortsstraße in Grafentraubach an der rechten Bachseite mit einem Sackgassenschild.

Nachdem jetzt die hydraulischen Gutachten zur möglichen Hochwassersituation im Bereich des geplanten Gewerbegebiets in Haimelkofen am Ortsausgang Richtung Bayerbach vorliegen und eine Lösung für die Planung mit einer Verringerung der bebaubaren Fläche  gefunden werden konnte, wird die Änderung des Flächennutzungsplanes mit Deckblatt 11 in die öffentliche Auslegung gehen.

Reithalle rechtens

Von der Bauaufsichtsbehörde wurde festgestellt, dass es sich bei der geplanten Errichtung eines Reitstalles im Anschluss an die Schlossgasse um ein nach dem Baugesetzbuch privilegiertes Bauvorhaben handelt und dieses ist bauplanungsrechtlich zulässig.  Unter Berücksichtigung immissionsschutzrechtlicher Auflagen bestehen keine Einwände gegen diesen Bau.  Nach kurzer Diskussion erteilte der Gemeinderat mit einer Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Bauantrag.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde mit dem bisherigen Stromlieferanten InnEnergie Simbach ein weiterer Stromlieferungsvertrag bis zum Jahr 2020 geschlossen.

In Zusammenarbeit mit der AKDB das sogenannte Bürgerserviceportal auf der website der Gemeinde eingerichtet werden, um verstärkt Verwaltungsdienstleistungen über das Internet anbieten zu können. Der Gemeinderat billigte die Installationskosten von knapp 3.000  €.

Hotspot am Rathaus

Auch die Einrichtung eines Hotspot auf dem Rathausgelände wurde  mit einem Kostenaufwand von ca. 1.000 € gebilligt.

Im informativen Teil der Sitzung stellte Bürgermeister Grau den Planungsentwurf für ein Wohngebiet in Grafentraubach auf dem Gebiet des ehemaligen Gasthofes, der Brauerei und des sog. Hölzls vor.  Investieren und ausführen will dies eine Baulandentwicklungsgesellschaft, die in der Nähe des Ortes zur B15neu und zu Regensburg eine große Marktchance sieht. Grau stellte fest, dass der Planungsentwurf zwar sehr städtische Züge habe, letztlich mit dieser Planung aber Leerstände wie der Gasthof und die Brauerei, sowie große Bauschuttflächen umgewandelt werden können. Grundsätzlich gab es im Gemeinderat eine breite Zustimmung, wobei auch allerdings auch einige zu klärende Punkte angesprochen wurden wie  die Abwasserbeseitigung, die Einbindung der für den Ort bedeutsamen Fassade des Gasthausgebäudes oder auch der Brauerei,  sowie eine dorfgerechtere Planung des Wohngebiets und die Gestaltung der Erschließungsanlagen.

Grau konnte auch über die erfolgreich abgeschlossene Aktion zur Räumung des Bachbettes des Grafentraubachs durch den Ort. Mit Spezialgerät und einem Großeinsatz von Maschinen wurde dies durchgeführt und die Uferbereiche von Sträuchern befreit, die den Abfluss bei Hochwasser behindern. Dazu wurde der wasserführende Graben entlang der Ziegelei ebenfalls von Strauchgut befreit und in Zeisslhof  wurden Baumschnittmaßnahmen vorgenommen. Damit können die Uferbereiche während der Vegetation wieder wirtschaftlich gepflegt werden.

Die letzte Sitzung des Jahres kündigte der Bürgermeister für den 19.12.2016 an.

 

Bild: Bürgermeister Grau mit dem Baggerführer bei Abschluss der Arbeiten am Grafentraubach

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