Sitzungsbericht vom 10.10.2016

So Könnten die neuen Parkplätze aussehen

Geh- und Radweg wird rund eine Million € kosten

Planung für Radweg vorgestellt – Förderung der Kirchensanierung in Eitting

Zu einer öffentlichen Sitzung trat der Gemeinderat am Montagabend dieser Woche im Rathaussaal zusammen, zu der Bürgermeister Grau auch viele Zuhörer gekommen waren. Zum ersten Tagesordnungspunkt begrüßte er Herrn Ing.Hecht, der von der Gemeinde mit der Entwurfsplanung zum Geh-und Radweg von Grafen nach Laberweinting beauftragt ist.

Der Radweg soll entlang der Kreisstraße aus Richtung Grafentraubach auf der linken Straßenseite verlaufen, die Laber mit einer eigenen Brücke queren und dann weiter auf der linken Straßenseite dem Verlauf der Staatsstraße bis zur Einfahrt zum Tennisheim folgen. Um den vorhandenen Unterbau der Straße zu nutzen, ist vorgesehen den Radweg an den Straßenkörper anzuböschen. Die Gesamtkosten konnten aufgrund der aktuellen Zahlen des Radwegebaus in der Nachbargemeinde mit knapp 1 Mill. € veranschlagt werden. Allein die Brücke über die Laber wird ca. 200.000 € beanspruchen. Bei den derzeitigen Förderbedingungen mit Zuschüssen des Freistaats und es Landkreises  reduziert sich der Gemeindeanteil dieser Maßnahme auf ca. 400.000 €. In der Beratung wurde angesichts der hohen Kosten der zeitliche Rahmen für diese Maßnahme sehr weit gesteckt, andere Stimmen aber forderten eine baldige Realisierung  des Geh und Radweges.

Bürgermeister Grau machte deutlich, dass jetzt keine Entscheidung über den Bau des Gehweges getroffen werden soll, sondern dieser Entwurf mit der Kostenkalkulation soll als Grundlage dienen für die weiteren Entscheidungen und die nächsten Schritte wie  Auftragserteilung für die Genehmigungsplanung, die Durchführung der Bodenuntersuchungen und die Grundverhandlungen.

In die Jahre gekommen ist das Bauhoffahrzeug mit Kipper. Dazu beschloss der Gemeinderat die Ersatzbeschaffung und vergab den Auftrag an die Fa.Heinrich in Osterham, das Fahrzeug im kommenden Jahr zu liefern. Der Auftragsumfang liegt bei 32.000 €.

Ist die Treppe unsicher?

Eine längere Diskussion gab es um die beantragte Bezuschussung der Kirchenrenovierung in Eitting, dabei wird die Gemeinde im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit ihren Beitrag leisten, bei der Sanierung des Treppenaufgangs schieden sich aber die Geister. Während 2.Bürgermeister Keufl von einem bedenklichen und sanierungsbedürftigem Zustand sprach, machte Bürgermeister Grau deutlich, dass mit der Ausnahme einiger lockerer Stufen kein drängendes Problem erkennbar ist, zumal die Gemeinde erst vor einigen Jahren mit einem Kostenaufwand von 4.000 € ein neues Geländer anbringen hat lassen. Ausgangspunkt für diese Diskussion ist der Vorschlag des kirchlichen Ing.Büros , auf dem Treppenaufgang einen Schwerlastaufzug zu errichten, weil keine andere Zugangsmöglichkeit zur Kirche besteht.Grau schlug deshalb vor, dass der Bauausschuss diese Maßnahme prüfen und eine Ergebnis erarbeiten  wird.

 

Für rund 6.000 € wurde der Auftrag für Pumpensanierungen im Abwasseranlagenbereich in Haimelkofen und Allkofen  erteilt.

In  Grafentraubach sollen noch in diesem Jahr nach dem Beispiel in anderen Gemeinden und in Laberweinting/Gewerbegebiet Firmenhinweisschilder angebracht werden. Die Gemeinde wird dabei im Rahmen der Gewerbeförderung die Kosten übernehmen. Mit dieser einheitlichen Beschilderung sollen auch die jetzt vorhandenen individuellen Firmenschilder auf öffentlichen Flächen abgebaut werden.

Bürgermeister Grau stellte im weiteren Verlauf der Sitzung ein Planungskonzept für den Schulbereich in Laberweinting vor. Mit der Verkleinerung des Rasenspielfeldes auf die Größe eines Kleinspielfeldes können mehr als 40 zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden, die die Parkplatzsituation insbesondere bei Veranstaltungen im Schulbereich deutlich verbessern würden. Das Kleinspielfeld ist für die Bedürfnisse der Grundschule ausreichend. Der sanierungsbedürftige Hartplatz könnte für mehre Funktionen neu gegliedert werden. Ein Bewegungspark mit Allwetterfitnessgeräten für alle Generationen, ein Kleinspielfeld mit Kunstrasen und eine Mehrzweckfläche für Ballspiele und Sprungdisziplinen. Sportvereine könnten im Rahmen ihres Trainingsprogramms z.B. auch den Fitnessbereich jederzeit nutzen.

Die Präsentation erweiterte Bürgermeister Grau auch mit der Vorstellung eines Bürgersaales im Untergeschoss des Altbaus der Schule. Der Zugang könnte vom Zufahrtbereich zur Schule über den Treppenhauseingang geschaffen werden, wobei auch der Eingangsbereich als Vorplatz gestaltet werden kann. Die Treppen im Untergeschoss müssten etwas umgestaltet werden, es bietet sich aber ein großzügiger Eingangsbereich mit Garderobemöglichkeiten und Toiletten, die z.T. bereits vorhanden sind. Die bisherigen Klassenzimmer können durch Beseitigung der Trennwände einen großen Saal ergeben, dessen Wirkung durch große offene Maueröffnungen zum Flur hin deutlich vergrößert wird. Der Flur  kann so auch gleichzeitig als Foyer dienen. Bis zu 150 Personen könnte dieser Bürgersaal aufnehmen, der in gleicher Weise, der Schule, der Gemeinde, den Vereinen und Betrieben zur Verfügung gestellt werden kann. Der Cateringbedarf kann über die bestehende Schulküche organisiert werden. Bei Engpässen in der Belegung der Turnhalle wäre auch die Nutzung des Saales als Sportraum denkbar.

Das Konzept wurde in der Beratung unterschiedlich beurteilt, zum einen wurde es als unnötig angesehen, zum anderen wurde es begrüßt u.a. auch als Steigerung der Attraktivität der Gemeinde. Bürgermeister Grau kündigte aber an, dass unabhängig davon und zur Entscheidungsfindung das Konzept jetzt zur Feststellung der Förderfähigkeit weiter bearbeitet wird. 

Hingewiesen wurde auf die Streichung des Anhörungstermins für den Schweinestall in Leitersdorf, weil keine Einwendungen vorgetragen worden sind. Die Fa. TENNET wird am 26.10. 2016 im HDG informieren zu den geplanten Kabeltrassen, die u.a. das Gemeindegebiet Laberweinting in großem Umfang berühren wird.

Die nächste Sitzung des Gemeinderats ist am 07.11.2016

 

Bild: So ist die Neuanlage der Parkplätze bei der Schule geplant

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