Sitzungsbericht vom 17.07.2017

Das Klärwerk Laberweinting ist in die Jahre gekommen

Umfangreiche Klärwerksanierung steht an

Ca. 1,5 Mill. € wird die Sanierung kosten – Weitere Altdeponieuntersuchung

 

In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Laberweinting hatte sich dieser am Montag dieser Woche  intensiv mit dem sogenannten Ertüchtigungskonzept des Ing.Büros Sehlhoff für das Klärwerk Laberweinting auseinanderzusetzen. Bürgermeister Grau begrüßte zu dieser Sitzung Herrn Baier und Frau Schwarzkopf vom Ing.Büro.

Das Klärwerk wurde vor über 30 Jahren in Betrieb genommen und hinsichtlich der Reinigungsleistung  und der Einhaltung der wasserrechtlichen Vorgaben liegen nach wie vor keine Probleme vor.

Jedoch haben sich im Bereich der Klärschlammbehandlung durch gerissene Schlammleitungen Probleme ergeben, ebenso tauchten Mängel auf bei der mechanischen Reinigung und bei den Zulaufpumpen.

Vorgestellt wurden nun in der Sitzung verschiedene Lösungen: Für den Zulauf soll eine Rechenanlage vorgeschaltet werden, für die Luftzuführung ist der Bau eines weiteren Gebläses zweckmäßig, die Zuleitungen zu den Schlammsilos mit Pumpen und Verteilerschächten sind zu erneuern. Auch im Bereich der Mischwasserbehandlung soll eine Siebanlage zur Feststoffrückhaltung angebracht werden.

Nach der rund einstündigen Erläuterung der notwendigen und möglichen Maßnahmen stand Herr Baier noch für alle Fragen zur Verfügung, die er kompetent beantworten konnte.

Schließlich kristallisierte sich die Variante heraus, bei der ein Rechenraum angebaut wird  mit dem Neubau des Sand- und Fettfanges. Die Schlammsilos, die Schlammentwässerung und das Schlammlager werden saniert.

Es erfolgt jetzt die Baugrunduntersuchung  und anschließend die Vorplanung unter Berücksichtigung der Baugrunderkundung. Ende des Jahres könnte die Entwurfs- und Genehmigungsplanung vorliegen und schon 2018 kann mit den Baumaßnahmen begonnen werden.

Die Fertigstellung ist für 2018/2019 vorgesehen.

Kosten wird dieser Umbau und die Sanierung voraussichtlich 1,5 Mill. €.

 

Weitere Deponieuntersuchung

 

Den Laberweintinger Bürgern ist sie sicher noch bekannt, die Altdeponie auf der Anhöhe gegenüber des Bayerbacher Baches  bei Ruhstorf.  Über viele Jahre hinweg diente die Deponie bis in die 70-er Jahre hinein als Hausmülldeponie. Ähnlich wie die Deponie in Grafentraubach wurde sie dann vom Abfallzweckverband  vollständig verfüllt und mit Oberboden abgedeckt.

Mit einer vom Landratsamt verlangten Detailuntersuchung soll nun geklärt werden, welche Schadstoffe enthalten sein können und wie sich die Anlagerungen auf die Umwelt auswirken.

In einer beschränkten Ausschreibung wurde ein Unternehmen ermittelt und in Abstimmung mit der GAB (Gesellschaft für Altlastenbeseitigung) wurde der Auftrag für dieses Detailuntersuchung an die Fa.ABS, Windorf-Rathsmannsdorf zum Angebotspreis von 14.000 € vergeben.

Die Gemeinde war zur Stellungnahme aufgefordert zum Antrag der Fa. Meigas, Hofkirchen auf Genehmigung der wesentlichen Änderung der bestehenden Biogasanlage  mit Verbrennungsmotoranlage  durch Errichtung und Betrieb eines zusätzlichen BHKW-Moduls,

Betriebsstundenerhöhung eines bestehenden BHKW-Moduls,

sowie Errichtung eines Lagerplatzes  mit Bogenhalle auf dem Betriebsgrundstück an der Straße nach Poschenhof.

Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen und stimmte einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Weinleite“ hinsichtlich der Baugrenzenüberschreitung zu.

 

Kein Radweg – weniger Bäume

 

Vorgelegt wurde auch die in Abstimmung mit der Tiefbauabteilung des Landkreises geänderte Planung für die Gestaltung des Randbereiches der neu geplanten Ortsdurchfahrt von Osterham nach Hofkirchen. Die Bäume im Kreuzungsbereich bei der Raiffeisen wurden gestrichen. Der andiskutierte Geh- und Radweg auf einer Länge von weniger als 200 m wird wegen der Probleme mit der in der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebenen Benutzungspflicht fallen gelassen, dafür aber wird der Gehweg auf 2 Meter verbreitert, um Kindern die Benutzung mit dem Fahrrad zu erleichtern.

Gabionenwände sind seit Jahren beliebte Gestaltungselemente, jedoch in Bereichen mit Gestaltungsvorschriften aus Bebauungsplänen als Zaunanlage nicht zu lässig. Der Gemeinderat verlangt nun für eine derartige Anlage in der Riedstraße einen grünordnerischen Gestaltungsplan für diese Gabionenwand. Erst dann wird der Gemeinderat über eine möglich Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans entscheiden.

 

Bürgermeister Grau berichtete über den Termin im Finanzministerium, bei dem er einen weiteren Förderbescheid für die Breitbandversorgung erhalten hat.

Fragen zur Bauplatznachfrage konnte Grau positiv  beantworten. In Allkofen sind derzeit bis auf zwei Plätze alle vergeben, auch in Laberweinting laufe es gut, in Hofkirchen gibt es derzeit nur Vorreservierungen.

 

Für den 31.07. kündigte Grau noch eine weitere Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause an.

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