Festliches Konzert zum Nationalfeiertag

 

 

Ein großer Konzertabend

Alles, was Blasmusik zu bieten hat – Musik verbreitete Festtagsstimmung

 

Einen großartigen Konzertabend erlebten die rund 300 Besucher am Abend des Nationalfeiertags in der zum Konzertsaal umfunktionierten Schulturnhalle in Laberweinting. Das Große Blasorchester der Musikschule Summer aus Ergoldsbach gastierte mit rund 40 Instrumentalisten unter der bewährten Leitung von Frank Feulner mit einem nicht nur abwechslungsreichen, sondern auch stimmungsvollen Programm zum 13.Mal in der Gemeinde.

 

Eröffnet wurde das Konzert mit der Carnival Overture, op.92 von Antonin Dvorak, der  mit brillanter Musik und hinreißenden Orchesterklängen  einen einsamen, nachdenklichen Wanderer darstellen wollte, der in der Dämmerung eine Stadt erreicht, in der ein Festival in vollem Gange ist und man auf jeder Seite man den Klang der Instrumente hört, vermischt mit Freudenschreien und der hemmungslosen Heiterkeit der Menschen, die ihren Gefühlen in Liedern und Tänzen Ausdruck geben.  Virtuosität war bei allen Registern gefragt und vor war  das vorgegebene Tempo dieser Carnival Overture eine musikalische Herausforderung für alle Beteiligten.

 

Es folgte der Ägyptische Marsch von Johann Strauß – komponiert zur Eröffnung des Suezkanals, und damit entführte das Orchester die Besucher mit orientalischen Klängen in den Nahen Osten. Mit einem kaum hörbaren Piano bis zur vollen Klangfülle des Orchesters und mitreißendem Marschtakt interpretierte das Orchester diesen Klassiker, den auch große Orchester in Ihrem Repertoire haben.

 

Edelmütige Hobbits

Die Filmmusik „Hobbits“ zu „Herr der Ringe“ von Johan de Meij schilderte  mit eingängigen Melodieführungen das sorgenfreie, optimistische Wesen der Hobbits in einem fröhlichen Volkstanz, während die Entschlusskraft und der Edelmut des Hobbit-Volkes ihren musikalischen Niederschlag in einer strahlenden Hymne findet. Die Sinfonie endete nicht überschwänglich, sondern friedvoll und verhalten,  so wie Frodo und Gandalf mit einem Schiff hinaus auf die hohe See fahren.

Weiter ging es mit dem „Mussinan-Marsch“. Zu Ehren des Ritters von Mussinan, beheimatet gewesen in Bogen, hatte Stabstrompeter Carl Karl diesen Marsch komponiert.

 

Das letzte Stück vor der Pause war dann der berühmte Donauwellenwalzer von Josif Ivanovici, der 1889 bei der Weltausstellung in Paris uraufgeführt worden ist und zum Welterfolg wurde.

Aufmerksam folgte das Orchester dem Dirigat von Frank Feulner mit den zahlreichen Änderungen bei den Tempi und der Dynamik. So konnten sich die Zuhörer bei den Walzerklängen stimmungsvoll an die Donau versetzt fühlen.

 

Den zweiten Teil eröffnete das Orchester mit  Hounds of Spring, eine 1980 von Alfred Reed geschriebene Konzert-Ouvertüre.

Der Komponist wurde von dem Gedicht des viktorianischen englischen Dichters Swinburne inspiriert und er wollte zwei Elemente des Gedichts festzuhalten - übermütige jugendliche Schnelligkeit und die Unschuld zärtlicher Liebe und dies kam in der vorgetragenen Musik fast bildlich zum Ausdruck.

 

Ciao Ciao Bambino

 

Es folgte mit dem Pariser Einzugsmarsch ein weiterer Armeemarschklassiker, der trotz seiner historischen Vergangenheit ein musikalischer Leckerbissen nicht nur für Marschliebhaber ist.

 

Mit der Musik zum Filmmusical The Beauty and the Beast von Howard Ashman nahm das Orchester die Besucher mit auf das Schloss eines Biestes, das schließlich durch die Zuneigung der jungen Belle in einen Prinzen verwandelt wurde. Das Orchester verstand es sowohl die düstere Schlossstimmung als auch die Heiterkeit der jungen Belle musikalisch mit viel Gefühl vorzutragen.

 

Nach dem Marsch aus Motiven der Oper „Die weisse Dame von Boieldieu folgte einer der musikalischen  Höhepunkte mit dem Medley „Bonjour Kathrin“ von H.J.Rhinow.  Mit Leichtigkeit und Temperament des Orchesters wurde  die Musik aus den 50-er Jahren wieder lebendig. In besonderem Maße gefordert war hier das Trompetenregister. Es waren die wunderbaren Evergreens  wie „“ oder „Sag mir Quando, sag mir wann...“ zu hören. Ein Genuss nicht nur für die Nostalgiker.

 

Alle vorgetragenen Programmstücke wurden mit großem und langanhaltendem Beifall belohnt.

 

Den Abend moderierte Uli Goß, der nach den beiden Zugaben die Besucher zum Mitsingen der Bayernhymne und des Deutschlandliedes bat, nicht ohne zuvor auf die Bedeutung der anstehenden Landtagswahl hinzuweisen, bei der sich Bayern nicht nur seiner Rolle in  Deutschland sondern vor allem auch seiner historischen Verantwortung im Hinblick auf die 20-er Jahre bewusst sein soll.

 

Mit den beiden Hymnen endete ein großartiger musikalischer Konzertabend, gestaltet von Musikerinnen und Musikern aller Altersschichten und geführt von einem professionellen Dirigat.

 

 

 

 

 

 

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