Sitzungsbericht vom 18.09.2017

Planungskonzepte für „Laberweinting Mitte“ vorgestellt

Aufnahme in das Städtbauförderprogramm wird angestrebt – Grüninsel in Grafentraubach

 

Zu einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderats hatte Bürgermeister Grau am Montagabend dieser Woche in den Rathaussaal geladen, zu der auch zahlreiche Zuhörer gekommen waren.

Grau begrüßte Herrn Architekten Peter Kemper, der mit der Erarbeitung von Gestaltungsentwürfen für den Bereich des ehemaligen Schlosses, des Gasthauses und Lagerhauses in der Landshuter Straße beauftragt worden war.

Architekt Kemper erläuterte anschließend die verschiedenen möglichen Varianten.

Dabei soll vor allem Wert gelegt werden auf eine ansprechende Platzgestaltung, mit einer leichten Erhöhung zur optischen Abgrenzung.  Gleichsam eingerahmt werden soll der Platz durch neugeschaffene Baukörper und durch den Erhalt der bestehenden Bausubstand wie des Gasthauses oder des Lagerhauses, für das sich verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten ergeben können. Ziel ist es, ein stimmiges Konzept zu entwickeln aus Wohnbebauung, gewerblichen Strukturen zum Erhalt der Grundversorgung  und einer ansprechenden Gestaltung des öffentlichen Raumes. Selbst der Erhalt des seit vielen Jahrzehnten ortsbildprägenden Lagerhauses z.B. auch für ein Feuerwehrhaus kann diskutiert werden.

Im Gemeinderat fanden die Lösungsvorschläge, die im Internet auf der hompage der Gemeinde veröffentlicht werden, Zustimmung und diese werden dem Antrag auf Städtbauförderung zugrunde gelegt. Bürgermeister Grau machte aber deutlich, dass es ein langer Weg werden wird, diese Planungen umzusetzen. Zunächst geht es um die Aufnahme in das Programm, dann können die Grundverhandlungen geführt werden, Investoren müssen gefunden werden und die Gestaltung des Ortsbereiches muss vor allem auch mit den Bürgern immer wieder diskutiert werden.

 

Gewerbegebiet kommt

 

Die Realisierung des kleinen Gewerbegebiets in Haimelkofen nimmt jetzt konkrete Formen an. Das Ergebnis der frühzeitigen Beteiligung wurde vorgetragen, aber an der Grundkonzeption wird sich nichts ändern, redaktionelle Ergänzungen werden eingearbeitet und anschließend erfolgt die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes, mit dessen Rechtskraft im November gerechnet wird. Vor allem die Ausräumung der wasserwirtschaftlichen Bedenken durch entsprechende Gutachten hat hier für eine Verzögerung des Bauleitplanverfahrens gesorgt.

 

Problematisch gestaltet sich für die Investoren des Brauereigeländes in Grafentraubach die Weiterführung der Bauleitplanung, weil umfangreiche naturschutzfachliche Bewertungen durchzuführen sind und ein ganz erheblicher ökologischer Flächenausgleich notwendig werden wird. Derzeit sind diese Bewertungen im Gange, die die Gemeinde für den nächsten Planungsschritt benötigt.

 

Für die  Bauherren der Gabionenwand in der Riedstraße entschied der Gemeinderat bei einem wesentlichen Rückbau der Wandhöhen und entsprechender Begrünung der Steinkörper eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu erteilen.

 

Ähnlich wie im vergangenen Jahr in Grafentraubach soll auch der Bayerbacher Bach von abflussbehindernden Bäumen und Sträuchern befreit werden. Dazu beauftragte der Gemeinderat die Fa.Wurzer aus Eitting bei Erding, diese Arbeiten durchzuführen, für die Kostenrahmen von 15.000 € angesetzt ist.

 

Grüninsel in Grafentraubach

 

Grafentraubach soll zur Verbesserung des Ortsbildes im Bereich zwischen Brücke und ehemaliger Raiffeisenbank eine kleine autofreie Parkanlage bekommen, die zur Straße bereits mit Bäumen bepflanzt ist und  zum Anwesen Kettl mit Strauchreihen abgegrenzt werden soll. Zum Bach hin ist eine schalenförmige Aufweitung mit Sitzgelegenheiten denkbar, ebenso die Gehwegführung mit einer eigenen Holzbrücke über den Traubach zu den Ladengeschäften hin. Auch der Wunsch nach einem Brunnen wurde geäußert.

Seit der Verlegung der Wertstoffcontainer stehen auf der gegenüberliegenden Seite auch Parkplätze zur Verfügung, die wiederum durch Bäume gegliedert werden können. Der Gemeinderat befürwortete diese Maßnahme und es soll nun zunächst eine Kostenermittlung durchgeführt werden.

 

Im informativen Teil der Sitzung gab die Verwaltung organisatorische Hinweise zur Bundestagswahl. Die Baupreisfestsetzung und die Grundstücksvergabe  für das Baugebiet „Krenberg“ in Hofkirchen erfolgen in einer der nächsten Sitzungen. Bürgermeister Grau stellte auch klar, dass entgegen anderer Verlautbarungen die Gemeinde keinen Einfluss hat auf den bauzeitlichen Ablauf bei der Sanierung der Kirchenmauer in Haader.

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