Sitzungsbericht vom 19.02.2018

Altdeponie in Laberweinting wird untersucht

Bauleitplanverfahren in Grafentraubach wird fortgeführt – Deponie Laberweinting im Focus

 

Bürgermeister Johann Grau hatte am Montagabend dieser Woche zu einer öffentlichen Gemeinderatssitzung in den Rathaussaal geladen.

Um sicher zu stellen, dass für das Baugebiet „Hirtlohe“  am Ortsausgang in Richtung Graßlfing einwandfreie Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden, beauftragte der Gemeinderat ein Ing.Büro mit der Durchführung einer Bodenluftuntersuchung, bei der im günstigen Fall ausgeschlossen werden soll, dass aus der ehemaligen Mülldeponie  schädliche Gase austreten können und so die Wohnsituation beeinträchtigen. Obwohl es eher unwahrscheinlich ist, dass das neue Baugebiet im Einzugsbereich der Deponie sein kann, will der Gemeinderat auch nach Abstimmung mit den Fachbehörden sicher gehen. Noch in dieser Woche wird mit den Untersuchungen begonnen. Rund 7.000 € wird diese Maßnahme kosten.

 

Altlasten belasten

 

Circa 30.000 € muss die Gemeinde berappen für die behördlich veranlasste Detailuntersuchung der

Laberweintinger Altdeponie kosten. Die Deponie liegt gegenüber von Ruhstorf an der Anhöhe. Hier werden umfangreiche Bohrungen vorgenommen und Grundwassermessstellen eingerichtet.  Ähnlich wie in Grafentraubach wurde auch diese Deponie nach Gründung des Zweckverbandes für die Ablagerung des Mülls aus dem Verbandsgebiet genutzt.

Vom Ergebnis hängt es ab, wie weiter mit der Deponie und mit dem Deponieinhalt verfahren werden muss.

Öffentlich ausgelegt wird die Einbeziehungssatzung Eitting mit der Änderung der zulässigen Wandhöhe auf 5,70 m.

Öffentlich ausgelegt wird auch die Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich der ehemaligen Brauerei in Grafentraubach. Hier liegen jetzt alle erforderlichen Gutachten zu den Altlasten, zu Pflanzen und Tierarten, zum Waldbestand u.m. vor. Nach Ende dieses Verfahrens wird sich zeigen, ob das Vorhaben des Investors realisiert werden kann. Bürgermeister Grau machte aber deutlich, dass die Gemeinde den qualifizierten Bebauungsplan erst aufstellen wird, wenn vom Grundstückseigentümer sichergestellt ist, dass der Baugrund in einem einwandfreien Zustand ist.

Mit dem Erlass einer weiteren Einbeziehungssatzung in Untergraßlfing am Ortseingang von Obergraßlfing her, wird einem Bauwerber die Möglichkeit geschaffen, in seinem Heimatort ein Wohnhaus zu errichten.

 

Alternative Erdkabeltrassen

 

Bürgermeister Grau berichtete weiter über die verschiedenen Trassen der Erdverkabelung, die beide durch das Gemeindegebiet in ganz Länge verlaufen. Die neue mögliche Trasse kommt zwischen Graßlfing und Wallkofen in Richtung Habelsbach und von dort verläuft sie östlich der Bachorte in Richtung Bayerbach. Grau machte aber auch deutlich, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Der Breitbandausbau geht mit der Veröffentlichung des Auswahlverfahrens in die nächste Runde, um damit auch den verbliebenen unterversorgten Gebieten schnelles Internet zur Verfügung zu stellen.

 

Taubenplage

 

Mit der Aufstellung eines Mobilfunkmastes auf dem Kläranlagengelände, ähnlich dem Masten an der Bahnlinie, wird eine weitere Verbesserung der LTE und Mobilfunktechnologie erreicht.

Gegen die Taubenplage am Schulgebäude in Grafentraubach soll mit der Installation von Elektrodrähten ähnlich wie auf dem Kirchdach vorgegangen werden. Die Kosten werden dabei aber 10.000 € betragen. Ein Beschluss für diese Maßnahme wurde nicht gefasst.

Bürgermeister Grau kündigte an einen Ausschuss aus fachkundigen Mitgliedern des Gemeinderats in Zusammenarbeit mit dem Bauhof zu bilden für den Kauf eines neuen Kommunaltraktors. Gerade der Winterdienst beansprucht die Gemeindeschlepper in besonderer Weise.

Demnächst wird in einer Sitzung auch die Einrichtung einer Grüngutsammelstelle in Laberweinting nach dem Vorbild in  Niederlindhart behandelt werden.

Auch wird sich Bürgermeister Grau auf eine Anregung aus dem Gemeinderat hin mit der Nachbargemeinde Bayerbach wegen des geplanten Regenrückhaltbeckens in Greislberg in Verbindung setzen, um gggfs. eine Verbesserung für die Bachorte bei Hochwasser zu erreichen.

Die nächste Sitzung ist am 05.03.2018.

 

drucken nach oben