Vorstellung der Planungen für die Laberweintinger Mitte – neues Feuerwehrfahrzeug für die Feuerwehr Laberweinting
Zahlreiche Zuhörer durfte Johann Grau am Montag zur letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause begrüßen. Den Sitzungsbeginn markierte die Vorstellung über den aktuellen Stand der Planungen der Laberweintinger Mitte. Christian Köglmeier und Michael Büchl von der B + Z Gruppe aus Kelheim stellten das Projekt nochmals vor. Geplant ist der Bau zweier Baukörper. Die Anordnung ergibt sich aus dem alten Schloss, dessen Grundriss als Bodendenkmal eingetragen ist und nicht mit Gebäuden überbaut werden darf. In dem der Bachseite zugeneigten Haus sind im Erdgeschoss eine Bäckerei mit Imbiss sowie Wohnungen einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für 12 Menschen mit Pflegebedarf geplant. Diese Art stellt eine familiäre Wohnform für Menschen, die Unterstützungs- oder Pflegebedarf haben, dar. Die Bewohner verfügen über eigene Zimmer und werden 24 Stunden von Betreuungskräften unterstützt. In den beiden Obergeschossen sind Gewerbeeinheiten, wie zum Beispiel eine Physiotherapiepraxis oder eine Anwaltskanzlei, sowie Mietwohnungen geplant. Im anderen Haus soll im Erdgeschoss eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Beeinträchtigungen entstehen. Die Bewohner verfügen ebenfalls über eigene Zimmer mit Bad und auch hier wird 24 Stunden eine Betreuungskraft unterstützend vor Ort sein. In den beiden darüberliegenden Geschossen sind sogenannte EOF-Wohnungen geplant. Bei diesen handelt es sich um öffentlich geförderte Wohnungen, bei denen Mieter mit geringen und mittleren Einkommen einen einkommensabhängigen Mietzuschuss erhalten. Momentan läuft für das Gesamtprojekt der baurechtliche Vorbescheidsantrag. Sobald das Baurecht gegeben ist und die letzten offenen Fragen hinsichtlich weiterer Förderbestimmungen geklärt sind, können die konkreten Bauplanungen starten. In den nächsten beiden Tagesordnungspunkten billigte der Gemeinderat die vorgelegten Planentwürfe und beschloss die öffentliche Auslegung und Trägerbeteiligung zweier Solarparks. Dies betrifft den Solarpark Reichermühle 1 mit einer Fläche von rund 100.000 m² sowie den Solarpark Reichermühle 2 mit rund 57.000 m². Derselbe Beschluss für den Solarpark Hofkirchen konnte mangels Unterlagen seitens der Projektgesellschaft nicht erfolgen.
Neues Feuerwehrfahrzeug
Für die Freiwillige Feuerwehr Laberweinting soll ein neues Löschgruppenfahrzeug 10 (LF 10) beschafft werden. Aktuell läuft über den Landesfeuerwehrverband eine Sammelbeschaffung für diese Fahrzeugkategorie. Als Höchstgrenze wird in der Ausschreibung ein Preis von 500.000 Euro brutto festgesetzt. Vergleichbare individuell konfigurierte LF10 liegen meist über 600.000 Euro. Es ist aufgrund der hohen Nachfrage bayernweit mit einem Skaleneffekt zu rechnen, das heißt, dass aufgrund der „Schraubengleichheit“ der Fahrzeuge die Hersteller günstigere Preise anbieten können. Die Fahrzeuge werden mit Normbeladung, außer Funk und Atemschutzgeräten, ausgeschrieben. Der Freistaat Bayern wird das Fahrzeug mit 143.000 Euro fördern. Das LF10 soll im ersten Quartal 2029 ausgeliefert werden. Für den ursprünglich abgelehnten Bau von zwei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt vier Wohnungen am Ortseingang von Allkofen von Laberweinting her kommend erteilte der Gemeinderat nun aufgrund abgeänderter Planung doch sein Einverständnis. Der Bauherr hat insbesondere die Wandhöhe deutlich reduziert, sodass der Rat beschloss, den Planungen zuzustimmen. Eine längere Diskussion entspann sich um das Angebot der Kirchenstiftung Hofkirchen zur Übernahme des Kirchenfriedhofs. Die Kirchenstiftung würde laut dem vorgelegten Vertrag die rechtliche Trägerschaft und die Verwaltung des kirchlichen Friedhofs auf die Gemeinde übertragen. Jedoch würden mit dem Übergang sämtliche Bau- und Unterhaltslasten ebenso auf die Gemeinde übergehen, obwohl das Eigentum bei der Kirche verbleibt. Auch bereits vor der Übertragung des Friedhofs vorhandene Mängel und Schäden müsste die Gemeinde auf ihre Kosten beseitigen. Zugleich behält sich die Kirche bei sämtlichen Gestaltungsfragen und baulichen Änderungen ein vorheriges Beteiligungsrecht vor. Der Gemeinderat war sich schnell einig, dass eine Übernahme unter diesen Bedingungen ausgeschlossen ist. Man ist weiter offen und gesprächsbereit, aber die Modalitäten müssen so angepasst werden, dass ein Vertrag auf Augenhöhe zustande kommt, und nicht deutlich einseitig. Im letzten öffentlichen Tagesordnungspunkt beschloss der Gemeinderat die Beschaffung von mobilen Schüler- und Lehrerendgeräten zum Preis von rund 10.800 Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme mit 4.750 Euro. Im nichtöffentlichen Teil wurden die Innen- und Außenverputzarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Allkofen zum Preis von rund 23.000 Euro an die Firma S & B Bau aus Mintraching vergeben.
Baugebiet Bodenacker fertiggestellt
Für das kürzlich fertiggestellte Baugebiet „Bodenacker“ in Grafentraubach legte der Gemeinderat sowohl den Bauplatzpreis als auch das Vergabeverfahren fest. Der Bauplatz wird 170 Euro je Quadratmeter kosten, hinzu kommen noch die Herstellungsbeiträge für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, sodass unterm Strich rund 190 Euro je Quadratmeter stehen. Die Bauverpflichtung wird, wie bisher, fünf Jahre betragen. Die Bauplatzvergabe erfolgt wie im letzten Baugebiet in Grafentraubach mittels Fragebogen und Punkteauswertung nach verschiedenen Kriterien. Interessenten können sich bis spätestens 23.08.2026 bei der Gemeinde melden oder den Fragebogen auf der gemeindlichen Homepage www.laberweinting.de herunterladen. Abgabeschluss ist der 25.08.2026.





