Solarpark Poschenhof
So soll der Solarpark Poschenhof um den gleichnamigen Einzelhof aussehen.

 

In seiner ersten Sitzung nach der Konstituierung traf der neue Gemeinderat viele wegweisende Entscheidungen. Zu Beginn stellte Tina Krieger von der Firma mikar carsharing ein Mobilitätskonzept für die Gemeinde Laberweinting vor. Kern dieses Angebots ist die Zurverfügungstellung von Fahrzeugen, konkret im ersten Schritt eines Kleinbusses, den alle Bürger nach vorheriger Anmeldung nutzen können. Sowohl die Reservierung als auch die Abrechnung erfolgt über die firmeneigene App. Die Firma arbeitet bereits mit über 170 Kommunen zusammen. Finanziert wird das Angebot größtenteils durch Werbeflächen für örtliche Unternehmen, beziehungsweise solche aus dem Umkreis, auf dem jeweiligen Fahrzeug. Der Gemeinderat wird in der nächsten Sitzung über das Angebot Beschluss fassen. In den folgenden Tagesordnungspunkten behandelte das Gremium den Solarpark Poschenhof. Dieser weist rund 40 Hektar auf und wird eine Leistung von rund 40 Megawatt aufweisen. Johannes Hinz, Geschäftsführer von der Firma OneSolar, stellte das Projekt nochmals vor und verwies auf die Vorteile der Solarenergie und auch darauf, dass die Gemeinde hier mit einer nennenswerten Gewerbesteuer auf der Einnahmenseite rechnen kann. Der Anschluss des Solarparks erfolgt an das firmeneigene Umspannwerk in Neufahrn. Hierfür wird eine neun Kilometer Leitungstrasse durch vier Gemeindegebiet verlegt. Um den Solarpark werden Ausgleichsflächen geschaffen. Die Gemeinderäte billigten die Planungen und beschlossen die Genehmigung der erforderlichen Vertragswerke sowie den Feststellungsbeschluss für die Flächennutzungsplanänderung und den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan. Ein weiterer Solarpark ist auf dem Schlossgelände in Grafentraubach geplant. Der Bauherr plant damit, die Energieversorgung des Schlosses sicherzustellen. Der Gemeinderat billigte die Planentwürfe der rund 3.000 Quadratmeter großen Anlage und beschloss, die frühzeitige Auslegung und Fachstellenbeteiligung durchzuführen.

Im nächsten Tagesordnungspunkt wägten die Räte die Stellungnahmen für das geplante Wohnbaugebiet in Haimelkofen ab, billigten die vorgelegten Planentwürfe und beschlossen die öffentliche Auslegung und Trägerbeteiligung. Im Baugebiet Eitting hat der Eigentümer Christian Wellenhofer Befreiungen hinsichtlich der Baugrenzen, der Dachneigung sowie der Auffüllungen und Abgrabungen beantragt. Da alle Abweichungen keine sichtbaren negativen Auswirkungen hervorrufen, erteilte der Gemeinderat hier das Einvernehmen. Im Folgenden wurde eine neue Kleineinleitersatzung beschlossen, die regelungsgleich mit der bisherigen aus dem Jahr 1983, zuletzt 1995 geändert, ist, jedoch auf den aktuellen Stand hinsichtlich der Gesetzesverweise gebracht wird. Auch beschloss der Gemeinderat aus Gründen der Rechtssicherheit eine neue Erschließungsbeitragssatzung, da die bisherige auch schon 30 Jahre alt ist. Im letzten öffentlichen Tagesordnungspunkt billigte der Gemeinderat noch den Trägervertrag zwischen der Gemeinde Laberweinting und der Johanniter Unfallhilfe Ostbayern, damit das Landratsamt diesen abschließend genehmigen kann. Bei den Informationen teilte Bürgermeister Grau mit, dass der Breitbandausbau in Kürze starten wird. Die Baufirma hat bereits im Gewerbegebiet Grafentraubach ihren Lagerplatz vorbereitet. Beginn der Tiefbauarbeiten wird nach Aussage der Baufirma in Grafentraubach sein. Hinsichtlich des Umbaus der alten Schule in Grafentraubach in einen Kindergarten konnte Grau mitteilen, dass die Regierung von Niederbayern nun den Fördersatz ermittelt hat und mit der Erteilung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns in den nächsten Tagen gerechnet wird. Im nichtöffentlichen Teil vergab der Gemeinderat die Baumeisterarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Allkofen an die Firma Häring aus Sallach zum Angebotspreis von rund 34.000 Euro brutto für die Bodenplatte sowie rund 11.000 Euro brutto für die erforderliche Stützmauer zu dem Nachbaranwesen.